Risse im Kernmantel des AKW Mühleberg CH

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Das AKW Mühleberg hat Risse. Hier einige Aussagen zum Kernmantel des AKW Mühleberg.

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Slide 1: 

Aussagen der ENSI (HSK) zu Kernmantelrissen im AKW Mühleberg Sicherheitstechnische Stellungnahme zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung des KKM, 2007 6-41 Der Kernmantel hat neben der Führung des Kühlmittelstromes die Aufgabe, das untere und obere Kerngitter sowie den Kernmanteldeckel mit dem Wasserabscheider zu tragen. In Unfallsituationen, wie bei einem Erdbeben (horizontale Beschleunigung) oder bei einem Bruch der Reaktor-Umwälzschleife (horizontale Querströmung im Reaktor), muss der Kernmantel die auftretenden horizontalen Kräfte abtragen, da sich sonst der Kern gegenüber dem oberen bzw. unteren Kerngitter verschiebt. Eine solche Verschiebung hätte zur Folge, dass die für eine Reaktorschnellabschaltung benötigten Steuerstäbe nicht in den Kern eingefahren werden können und dass die Notkühlung und Nachwärmeabfuhr aus dem Reaktorkern beeinträchtigt werden könnte. Beim Bruch einer Frischdampfleitung muss der Kernmantel die auftretenden Vertikalkräfte abtragen. Dadurch wird eine Beschädigung der über dem Kernmantel angeordneten Kernsprühleitungen verhindert, die für die Notkühlung des Reaktors wichtig sind. Der Kernmantel hat ausserdem eine Dichtheitsfunktion zu erfüllen. In Unfallsituationen mit Bruch einer Reaktor-Umwälzschleife bildet der Kernmantel eine Hülle um den zu flutenden Reaktorkern. Zur sicheren Kühlung der Brennelemente muss innerhalb des Kernmantels ein bestimmter Mindest-Wasserstand gehalten werden. Sicherheitstechnische Stellungnahme zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung des KKM, 2007 10-9 • Ausfall der Kernmantelfunktion: Mit dem Ausfall der Kernmantelfunktion könnte die Funktion mehrerer Sicherheitssysteme nicht mehr gewährleistet sein (Reaktorumwälzsystem, Steuerstabantrieb, Vergiftungssystem, Kernsprühsystem, Alternative Niederdrucksprühsystem).

Slide 2: 

Aussagen der BKW und des Regierungsrates des Kt. Bern zum AKW Mühleberg Kraftwerksdirektor Patrick Miazza äusserte sich am 11.2.2009 gegenüber Telebärn: „Die Stellungnahme der Behörden ist, dass für die nukleare Sicherheit die Kernmantelrisse keine Bedeutung haben.“ Am 5.2.2009 betonte BKW-Mediensprecher Sebastian Vogler gegenüber Radio DRS, der Kernmantel „habe keine sicherheitsrelevante Funktion“, er sei also „nicht bestimmend für die Sicherheit der ganzen Anlage.“ - Regierungsrat in seiner Antwort auf eine Interpellation des Grossrats Josef Jenni vom 1. September 2009 Es handelt sich somit um einen nicht druckführenden, unten und oben offenen, geschweissten Metallzylinder, der keine Dicht- oder Barrierefunktion hat.“ St. Galler Tagblatt, Dienstag, 11. März 2008 Der Bericht beunruhigte auch Franziska Teuscher. Die Nationalrätin (Grüne/BE) wollte wissen: «Beeinflussen die Risse die Sicherheit des KKW bei einem allfälligen Erdbeben?» In seiner Antwort blieb Bundesrat Moritz Leuenberger allgemein: Trotz der Risse könne der Reaktor auch bei einem allfälligen Erdbeben abgeschaltet werden.

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