logging in or signing up redensarten_aus_der_ jaegersprache aSGuest58336 Download Post to : URL : Related Presentations : Share Add to Flag Embed Email Send to Blogs and Networks Add to Channel Uploaded from authorPOINT lite Insert YouTube videos in PowerPont slides with aS Desktop Copy embed code: (To copy code, click on the text box) Embed: URL: Thumbnail: WordPress Embed Customize Embed The presentation is successfully added In Your Favorites. Views: 58 Category: Entertainment License: All Rights Reserved Like it (0) Dislike it (0) Added: August 02, 2010 This Presentation is Public Favorites: 0 Presentation Description No description available. Comments Posting comment... Premium member Presentation Transcript Redensarten aus der Jägersprache : Redensarten aus der Jägersprache "Aufs Korn nehmen" : "Aufs Korn nehmen" Slide 3: Wer schon mal mit einem Gewehr geschossen hat, weiß, dass man sein Ziel über Kimme und Korn anvisiert, bevor man schießt. Wenn man es also auf jemanden abgesehen hat und ihn scharf beobachtet, sagt man: "Den hab ich aufs Korn genommen!" "Ausbaden" : "Ausbaden" Slide 5: Ausgebadet wird schon seit dem 16. Jahrhundert. Seitdem ist der Begriff belegt und bezieht sich auf die damals gängige Praxis in den öffentlichen Badehäusern, dass das umständlich über dem Feuer erhitzte Badewasser von mehreren Leuten genutzt wurde, um sich zu waschen. Der letzten Badegast musste das Wasser dann ausgießen und die Wanne reinigen. Er "Den letzten beißen die Hunde" : "Den letzten beißen die Hunde" Slide 7: Wer Ausbaden musste war also der Letzte und "den Letzten beißen" ja bekanntlich "die Hunde". Dieses Sprichwort stammt nun wieder aus der Jägersprache und geht auf die Hetzjagd zurück. Das schwächste der gejagten Tiere bleibt zurück, wird von den Hunden gestellt und gebissen und ist dem Tode geweiht. "Die Flinte ins Korn werfen" : "Die Flinte ins Korn werfen" Slide 9: Nein - dieser Flintenwurf kommt nicht von den Jägern. Vielmehr bezog er sich einst auf die Soldaten, die in einem aussichtslos gewordenem Kampf ihre Gewehre (Flinten) wegwarfen und flohen. "Dreck am Stecken" : "Dreck am Stecken" Slide 11: Verräter, Heuchler und Lügner haben ihn... Eine bildlicher Ausdruck dafür, dass jemand, der durch Schmutz gegangen ist und die Schuhe danach nicht gewechselt hat, immer noch verräterische Spuren am "Stecken" hat. "Durch die Lappen gehen" : "Durch die Lappen gehen" Slide 13: Um das Wild am Ausbrechen aus dem Jagdrevier zu hindern, hängten die Jäger bunte Lappen zwischen die Bäume, vor denen die Tiere zurückscheuten. Oft aber durchbrachen sie in Todesangst die Absperrung und gingen so "durch die Lappen". Seit dem 18. Jahrhundert wird die Wendung, in der Bedeutung das etwas verloren geht, auch auf Menschen angewandt. In Osteuropa ist die Lappjagd, so die genaue Bezeichnung dieser Jagdpraxis lautet, heute noch üblich. "Jemanden an die Kandare nehmen" : "Jemanden an die Kandare nehmen" Slide 15: Das Wort "Kandare" stammt vom ungarischen "Kantár" (Zaum) ab und bezeichnet die Gebissstange des Zaumzeuges von Pferden. Im Deutschen ist das Wort seit dem 16. Jahrhundert in Gebrauch. Mit der Kandare kann man das Pferd schärfer zügeln. Die Redewendung "jemanden an die Kandare nehmen" entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts und taucht z. B. in Gerhard Hauptmanns Komödie "Biberpelz" (1893) auf. "Luder" : "Luder" Slide 17: Der Begriff "Luder" bezeichnet tote Tiere, die zum Anlocken von Raubwild am Luderplatz ausgelegt werden. Das Wort lässt sich bereits im Mittelhochdeutschen nachweisen, wo es in der Falknerei eine Lockspeise für den Beizvogel bezeichnet. "Maulaffen feilhalten" : "Maulaffen feilhalten" Slide 19: Um Affen geht es hier nicht, vielmehr um eine mittelalterliche Beleuchtungsform. Früher nutze man Kienspäne zum Erhellen von Wohnräumen und "Maulaffe" war die Bezeichnung für tönerne Kienspanhalter, die häufig in Gestalt eines Kopfes mit offenem Mund getöpfert waren. Im übertragenen Sinne nannte man dann auch Leute, die mit geöffnetem Mund gaffend dastanden, als "Maulaffen". Das Wort "feilhalten" ist eine Form von "feilbieten" und bedeutet "zum Verkauf anbieten". Heute ist dieses Wort nicht mehr gebräuchlich. "Sich ins Gehege kommen" : "Sich ins Gehege kommen" Slide 21: Wenn man sich gegenseitig behindert, ob bei der Jagd oder anderswo, kommt man sich "ins Gehege". Ursprünglich bedeutete die Redewendung, das jemand in das umzäunte Grundstück eines anderen eingedrungen war. Da Jagdreviere oft umhegt (eingezäunt) sind, verbreitete sich dieser Spruch durch Jägerschaft. "Wind bekommen" : "Wind bekommen" Slide 23: Wenn jemand "von etwas Wind bekommt", also von einer Sache erfährt, hat er vermutlich ein feines Näschen. Kommt doch auch diese Redensart aus der Sprache der Jäger, wo sie die Witterung des Wildes beschreibt, dem der Wind den Geruch des Jägers zuträgt. "Zur Strecke bringen" : "Zur Strecke bringen" Slide 25: Schießt der Jäger ein Tier, "bringt er es zur Strecke". Denn mit "Strecke" bezeichnet der Jäger die zum Ende der Jagd am Sammelplatz auf dem Boden liegenden, erlegten Tiere. Der Spruch "Auf der Strecke bleiben" stammt dagegen wahrscheinlich aus dem Sport und bedeutet, bei einem Laufwettbewerb nicht das Ziel zu erreichen. You do not have the permission to view this presentation. In order to view it, please contact the author of the presentation.
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Wenn man es also auf jemanden abgesehen hat und ihn scharf beobachtet, sagt man: "Den hab ich aufs Korn genommen!" "Ausbaden" : "Ausbaden" Slide 5: Ausgebadet wird schon seit dem 16. Jahrhundert. Seitdem ist der Begriff belegt und bezieht sich auf die damals gängige Praxis in den öffentlichen Badehäusern, dass das umständlich über dem Feuer erhitzte Badewasser von mehreren Leuten genutzt wurde, um sich zu waschen. Der letzten Badegast musste das Wasser dann ausgießen und die Wanne reinigen. Er "Den letzten beißen die Hunde" : "Den letzten beißen die Hunde" Slide 7: Wer Ausbaden musste war also der Letzte und "den Letzten beißen" ja bekanntlich "die Hunde". Dieses Sprichwort stammt nun wieder aus der Jägersprache und geht auf die Hetzjagd zurück. Das schwächste der gejagten Tiere bleibt zurück, wird von den Hunden gestellt und gebissen und ist dem Tode geweiht. "Die Flinte ins Korn werfen" : "Die Flinte ins Korn werfen" Slide 9: Nein - dieser Flintenwurf kommt nicht von den Jägern. Vielmehr bezog er sich einst auf die Soldaten, die in einem aussichtslos gewordenem Kampf ihre Gewehre (Flinten) wegwarfen und flohen. "Dreck am Stecken" : "Dreck am Stecken" Slide 11: Verräter, Heuchler und Lügner haben ihn... Eine bildlicher Ausdruck dafür, dass jemand, der durch Schmutz gegangen ist und die Schuhe danach nicht gewechselt hat, immer noch verräterische Spuren am "Stecken" hat. "Durch die Lappen gehen" : "Durch die Lappen gehen" Slide 13: Um das Wild am Ausbrechen aus dem Jagdrevier zu hindern, hängten die Jäger bunte Lappen zwischen die Bäume, vor denen die Tiere zurückscheuten. Oft aber durchbrachen sie in Todesangst die Absperrung und gingen so "durch die Lappen". Seit dem 18. Jahrhundert wird die Wendung, in der Bedeutung das etwas verloren geht, auch auf Menschen angewandt. In Osteuropa ist die Lappjagd, so die genaue Bezeichnung dieser Jagdpraxis lautet, heute noch üblich. "Jemanden an die Kandare nehmen" : "Jemanden an die Kandare nehmen" Slide 15: Das Wort "Kandare" stammt vom ungarischen "Kantár" (Zaum) ab und bezeichnet die Gebissstange des Zaumzeuges von Pferden. Im Deutschen ist das Wort seit dem 16. Jahrhundert in Gebrauch. Mit der Kandare kann man das Pferd schärfer zügeln. Die Redewendung "jemanden an die Kandare nehmen" entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts und taucht z. B. in Gerhard Hauptmanns Komödie "Biberpelz" (1893) auf. "Luder" : "Luder" Slide 17: Der Begriff "Luder" bezeichnet tote Tiere, die zum Anlocken von Raubwild am Luderplatz ausgelegt werden. Das Wort lässt sich bereits im Mittelhochdeutschen nachweisen, wo es in der Falknerei eine Lockspeise für den Beizvogel bezeichnet. "Maulaffen feilhalten" : "Maulaffen feilhalten" Slide 19: Um Affen geht es hier nicht, vielmehr um eine mittelalterliche Beleuchtungsform. Früher nutze man Kienspäne zum Erhellen von Wohnräumen und "Maulaffe" war die Bezeichnung für tönerne Kienspanhalter, die häufig in Gestalt eines Kopfes mit offenem Mund getöpfert waren. Im übertragenen Sinne nannte man dann auch Leute, die mit geöffnetem Mund gaffend dastanden, als "Maulaffen". Das Wort "feilhalten" ist eine Form von "feilbieten" und bedeutet "zum Verkauf anbieten". Heute ist dieses Wort nicht mehr gebräuchlich. "Sich ins Gehege kommen" : "Sich ins Gehege kommen" Slide 21: Wenn man sich gegenseitig behindert, ob bei der Jagd oder anderswo, kommt man sich "ins Gehege". Ursprünglich bedeutete die Redewendung, das jemand in das umzäunte Grundstück eines anderen eingedrungen war. Da Jagdreviere oft umhegt (eingezäunt) sind, verbreitete sich dieser Spruch durch Jägerschaft. "Wind bekommen" : "Wind bekommen" Slide 23: Wenn jemand "von etwas Wind bekommt", also von einer Sache erfährt, hat er vermutlich ein feines Näschen. Kommt doch auch diese Redensart aus der Sprache der Jäger, wo sie die Witterung des Wildes beschreibt, dem der Wind den Geruch des Jägers zuträgt. "Zur Strecke bringen" : "Zur Strecke bringen" Slide 25: Schießt der Jäger ein Tier, "bringt er es zur Strecke". Denn mit "Strecke" bezeichnet der Jäger die zum Ende der Jagd am Sammelplatz auf dem Boden liegenden, erlegten Tiere. Der Spruch "Auf der Strecke bleiben" stammt dagegen wahrscheinlich aus dem Sport und bedeutet, bei einem Laufwettbewerb nicht das Ziel zu erreichen.