Was ist Imperialismus?:
Erstmals wurde das Wort Imperialismus für die Großmachtbestrebungen Napoleon I. benutzt. Später wurde es zunächst vor allem für die Erweiterung des britischen Kolonialreiches ('Empire') gebraucht. Ende des 19. Jahrhunderts gab es ein allgemeines europäisches Bestreben, Kolonialreiche zu errichten. Diese Phase wird als Zeitalter des Imperialismus bezeichnet. Danach wird das Wort ganz allgemein für Bestrebungen benutzt, die - z. B. aus ideologisch-missionarischen Gründen - eine Weltherrschaft oder zumindest die Herrschaft über großräumige Gebiete außerhalb des eigenen Stammlandes anstreben. So sprach bzw. spricht man insbesondere vom Sowjet-Imperialismus und vom US-Imperialismus.
In der marxistischen Geschichtsphilosophie wird seit Lenin der Imperialismus als Endstufe des Kapitalismus interpretiert.
Als Gegenbewegung gegen die im Zeitalter des Imperialismus errichteten Kolonialreiche etablierte sich der Nationalismus, der die Unabhängigkeit von fremden Mächten anstrebte und oft auch erreichte.
Was ist Imperialismus?
Kolonialismus::
Kolonialismus: Als Kolonialismus bezeichnet man die auf Erwerb und Ausbau von Kolonien gerichtete Politik unter dem Gesichtspunkt des wirtschaftlichen, militärischen und machtpolitischen Nutzens für das Mutterland bei gleichzeitiger politischer Unterdrückung und wirtschaftlicher Ausbeutung der (unterentwickelten) abhängigen Völker.
Nach dem Muster des Kolonialismus verfuhren europäische Staaten bei der Eroberung und Ausbeutung anderer Kontinente wie (Afrika, Asien, Amerika, und Australien. Die europäischen Staaten beförderten Rohstoffe (z. B. Rohrzucker, Gold, Diamanten,...) aus den kolonialisierten Ländern in die Heimatländer, ohne dafür eine angemessene Tauscheinheit anzubieten. Das Zeitalter des Kolonialismus war auch geprägt von Gewalt gegenüber den 'Ureinwohnern' (Indigene Völker) dieser Kontinente.
Ausgangspunkt::
Ausgangspunkt: Bismarck ist anfangs gegen den Erwerb von Kolonien, da er erst die Lage Deutschlands in Europa festigen will
Er vermutet das Kolonien Verluste bringen
Gründe für Engagement in Afrika/Asien:
- Wunsch etwas Großes zu erschaffen, und nicht nur
der glorreichen Vergangenheit nachzueifern.
- „Platz an der Sonne'
- Impulse für Wirtschaft nach Krise ( 1873-1896)
- Nationalismus, „wir sind besser als die'
Slide5:
Slide6:
Slide7:
Slide8:
Folgen des Imperialismus:
Folgen des Imperialismus Verlustgeschäft
( 250 Mio. Einnahmen, 750 Mio. Ausgaben)
Die Einheimischen – wie sie sich auch wehrten – brachte die Kolonisation den sicheren Tod oder lebenslange Zwangsarbeit
Diskriminierung, Verarmung und Ausbeutung der Eingeborenen
Die Selbstsicht des Deutschen Reichs :
Die Selbstsicht des Deutschen Reichs Afrikaforscher Carl Peters :
DR ist seit dem 15. Jh. bei der Aufteilung der Welt leer ausgegangen, man muss dieses Versäumnis wieder gutmachen
Verletzter Nationalstolz der Deutschen
Abhängigkeit des dt. Export vom ausländischen Zoll soll enden
Kolonisationsgebiete für Emigration
Vertreter des Allgemeinen Deutschen Verbandes :
DR muss Weltstellung erlangen
Politische Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, denn DR genießt auf See noch nicht das Ansehen, wie es sich für die „erste Kriegsmacht Europas' gehört – DR muss Weltstellung erlangen
Man soll sich nicht auf den zweiten Rang verdrängen lassen, damit andere Weltmächte (wie R und E) das DR nicht kontrollieren können
Entweder Weltmacht oder Kleinstaat
Emigration::
Emigration: Kolonie deutsche Einwohner (1910)
Ostafrika:2.384
Kamerun: 986
Togo: 300
Südwestafrika: 9.283
Neuguinea: 549
Karolinen mit Palau und Marianen, Marshall-Inseln: 236
Samoa: 270
Kiautschou: 1.412
Die ab 1884 von Deutschland 'erworbenen' Kolonien stellten nur für wenige Deutsche ein lohnendes Auswanderungsziel dar. Am meisten deutsche Siedler lebten in Südwestafrika. Unter Kaiser Wilhelm II. wurden die Kolonien nicht zuletzt als militärstrategische Stützpunkte für die deutsche Flotte betrachtet