Block 6 Basler Ausschuss

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Öffentliches Bankrecht Wintersemester 2003/2004: 

Block 6 Basler Ausschuss Öffentliches Bankrecht Wintersemester 2003/2004

Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision) : 

Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision) Gründung 1974 Verhältnis zur BIZ Skandalgetriebene Entwicklung: Herstatt 1974 Banco Ambrosiano 1982 BCCI 1991 Barings 1995 Daiwa 1995 LTCM 1998 Block 6 Basler Ausschuss

Mitglieder: 

Mitglieder 13 Mitgliedsländer: Belgien Kanada Frankreich Deutschland Italien Japan Luxemburg Niederlande Schweden Schweiz Grossbritannien USA Spanien Block 6 Basler Ausschuss

Grundsätze der Aufsicht über international tätige Banken: 

Grundsätze der Aufsicht über international tätige Banken Keine ausländische Bankniederlassung soll sich der Aufsicht entziehen können. Die Aufsicht soll angemessen sein. Ausarbeitung von Best Practices oder Standards (soft law) Block 6 Basler Ausschuss

Kernprinzipien für eine effektive Bankenaufsicht: 

Kernprinzipien für eine effektive Bankenaufsicht "Strong and effective banking supervision provides a public good that may not be fully provided in the market place and, along with effective macroeconomic policy, is critical to financial stability in any country" (Compendium I, S. 24) Block 6 Basler Ausschuss

Grundsatz der konsolidierten Überwachung: 

Grundsatz der konsolidierten Überwachung "Der Grundsatz der konsolidierten Beaufsichtigung besteht darin, dass die Mutterbanken und die Aufsichtsbehörden des Mutterlandes die Risiken – auch in Hinsicht auf Risikokonzentration und Qualität der Aktiva – der Banken oder Bankengruppen, für die sie zuständig sind, sowie die Angemessenheit ihres Eigenkapitals auf der Grund-lage der Gesamtheit ihrer Geschäfte, gleichgültig, wo diese abge-wickelt werden, überwachen (...). Die Verwirklichung des Prinzips der konsolidierten Beaufsichtigung setzt ferner voraus, dass die Mutter-banken und die Behörden des Mutterlandes Zugang zu allen für die Geschäfte ihrer ausländischen Bankniederlassungen relevanten Informationen haben, obwohl die geltenden Bestimmungen über das Bankkundengeheimnis in einigen Ländern eine umfassende Beauf-sichtigung durch die Behörden des Mutterlandes behindern können." (Compendium III, S. 10) Block 6 Basler Ausschuss

Voraussetzungen effektiver Bankenaufsicht: Risikoaspekt I: 

Voraussetzungen effektiver Bankenaufsicht: Risikoaspekt I “The key objective of supervision is to reduce the risk of loss to depositors and other creditors, and to maintain confidence in the financial system; Supervisors should encourage and pursue market discipline by encouraging good corporate governance (through an appropriate structure and set of responsibilities for a bank’s board of directors and senior management) and enhancing market transparency and surveillance; In order to carry out its tasks effectively, a supervisor must have operational independence, the means and powers to gather information both on and off site, and the authority to enforce its decisions; Block 6 Basler Ausschuss

Voraussetzungen effektiver Bankenaufsicht: Risikoaspekt II: 

Voraussetzungen effektiver Bankenaufsicht: Risikoaspekt II Supervisors must understand the nature of the business undertaken by banks and ensure to the extent possible that the risks incurred by banks are being adequately managed; Effective banking supervision requires that the risk profile of individual banks be assessed and supervisory resources allocated accordingly; Supervisors must ensure that banks have resources appropriate to undertake risks, including adequate capital, sound management, and effective control systems and accounting records; and Close cooperation with other supervisors is essential and particularly so where the operations of banks cross national boundaries.” (Core Principles, Section I: Introduction) Block 6 Basler Ausschuss

Basler Ausschuss: Wichtige Arbeiten: 

Basler Ausschuss: Wichtige Arbeiten Regeln zur konsolidierten Überwachung international tätiger Banken und der damit verbundenen Behördenzusammenarbeit Grundprinzipien einer wirksamen Banküberwachung (25 Grundsätze) Block 6 Basler Ausschuss

Basler Ausschuss: Wichtige Arbeiten: 

Basler Ausschuss: Wichtige Arbeiten Fragen der Unterlegung der Bankrisiken mit Eigenmitteln (Eigenkapitalvereinbarung, Accord Basel I & II) Block 6 Basler Ausschuss

Core Principles: Übersicht: 

Core Principles: Übersicht Voraussetzungen für eine wirksame Bankenaufsicht (Grundsatz 1); Zulassung und Genehmigung von Änderungen der Unternehmensstruktur (Grundsätze 2-5); Vorschriften zur laufenden Bankaufsicht und Mindestanforderungen (Grundsätze 6-15); Methoden der laufenden Bankaufsicht (Grundsätze 16-20); Informationsbedarf (Grundsatz 21); Formelle Befugnisse der Aufsichtsbehörden (Grundsatz 22); Grenzüberschreitendes Bankgeschäft (Grundsätze 23-25). Block 6 Basler Ausschuss

Basler Eigenkapitalvereinbarung: Grundideen: 

Basler Eigenkapitalvereinbarung: Grundideen „Adequate capital is fundamental to the safety and soundness of individual institutions and to systemic stability because it provides a buffer against losses and serves to protect depositors and taxpayers. Moreover, by putting their own money at risk, it gives shareholders a strong incentive to ensure sound risk management policies are pursued“ (BCBS, Report No. 10, p. 18). Kompetitive Ungleichheiten unter den Banken, die auf unterschiedlich strenge nationale Eigenmittelvorschriften zurückzuführen sind, sollen beseitigt werden Block 6 Basler Ausschuss

Basel I: Hauptinhalt: 

Basel I: Hauptinhalt Verpflichtung der Banken, für eine angemessene Eigenkapitalausstattung zu sorgen, indem sie ihre risikogewichteten Aktiven mit einem Multiplikator von 8% mit Eigenmitteln unterlegen. Block 6 Basler Ausschuss

Risikomessung: Indirekte Methode: 

Risikomessung: Indirekte Methode Aktivpositionen und ausserbilanzliche Positionen (nach Umrechnung in Kreditrisikoäquivalente) werden gemäss ihrer jeweiligen Gegenpartei risikogewichtet (d.h. mit dem Prozentsatz der statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit der Gegenpartei multipliziert) und dann mit dem einheitlichen Satz von 8% unterlegt. Die Eigenmittel werden dabei unterteilt in Kernkapital, d.h. Aktienkapital und offen ausgewiesene Reserven, die wenigstens 50% ausmachen müssen, und ergänzendes Kapital (stille Reserven, Neubewertungsreserven, allgemeine Rückstellungen, hybride Finanzierungsinstrumente, nachrangige Verbindlichkeiten), die ebenfalls bis zu 50% anrechenbar sind. Block 6 Basler Ausschuss

Basel II: Ziele der Revision: 

Basel II: Ziele der Revision Sicherheit & Zuverlässigkeit des Finanzsystems stärken Wettbewerbsgleichheit verbessern Vollständigere Erfassung der Risiken  OpR Erhöhte Risikosensitivität Anreiz für besseres Risikomanagement Annäherung an bankeigene Methoden Fokus auf international tätige Banken Grundprinzipien anwendbar auf alle Banken Kein Einheitskorsett  differenzierte Regulierung Block 6 Basler Ausschuss

Basel II: Drei-Säulen-Konzept: 

Basel II: Drei-Säulen-Konzept Block 6 Basler Ausschuss

Eigenkapitalanforderungen: „Swiss Finish“: 

Eigenkapitalanforderungen: „Swiss Finish“ EBK verlangt zusätzliches Polster von 20% Folge der Krise im inländischen Kreditgeschäft Kein „Ruhekissen“! Block 6 Basler Ausschuss