satzherstellung

Uploaded from authorPOINT
Views:
 
Category: Education
     
 

Presentation Description

No description available.

Comments

Presentation Transcript

Satzherstellung: 

Satzherstellung Historische Entwicklung bis zur neusten Technik

Ziele der Satzherstellung: 

Ziele der Satzherstellung Ausgangslage: Verschiedene, sehr unterschiedliche Handschriften waren teilweise schwer lesbar „Schönschriften' von Mönche Ziel: Vereinheitlichung der Buchstaben Möglichkeit der schnelleren Vervielfältigung, Kosten- und Zeitersparnis und größere Verbreitung des Wissens

Übersicht: 

Übersicht Holzschnitt Kupferstich Bleisatz Fotosatz Lichtsatz Electronic-Publishing/Desktop-Publishing

Holzschnitt: 

Holzschnitt Holzplatte wir mit Schnitzwerkzeug bearbeitet Später wird Farbe auf die ausgeschnitzte Holzplatte gegeben Die erhöhten Flächen werden auf das Papier übertragen Zu beachten ist das ausgewogene Verhältnis zwischen geschnitzen und verbleibenden Flächen, also Schwarz und Weiß auf dem Papier Schneidewerkzeug

Kupferstich: 

Kupferstich Kupferplatte wird sorgfältig geschliffen und glatt poliert Leicht angewärmte Platte wird mit Wachsschicht überzogen, die mit Kreide oder Ruß eingefärbt wird Auf diese Deckschicht wird seiten- verkehrt die Vorzeichnung aufgebracht Mit sog. Grabstichel werde die Linien aus der Platte gehoben/gestochen Kupferstich

Kupferstich: 

Kupferstich Fertige Platte wird erwärmt und Farbe aufgetragen (Verteilung der Farbe bis in letzte Rille) Dann mit Tüchern „blankgewischt', so bleibt Farbe nur in den Vertiefungen Saugfähiges Papier auf die Druckplatte gelegt und mit Kupferdruckpresse gedruckt Kupferdruckpresse

Allgemein: Bleisatz: 

Allgemein: Bleisatz Das älteste Setzverfahren Grundprinzip von Johannes Gutenberg im Jahr 1440 entwickelt Einzelne Buchstaben (Drucktypen) zu einer Zeile zusammengesetzt Drucktypen bestehen aus Blei und wurden von Schriftgießereien hergestellt

Varianten des Bleisatzes: 

Varianten des Bleisatzes Handsatz Zeilengusssatz

Handsatz: 

Handsatz Einzelne Buchstaben werden zu Wörtern, Zeilen, Kolumnen und Seiten zusammengesetzt Mit Satzschiff erfolgt Transport des Bleisatzes zur Druckpresse Nach dem Druck umfangreiche Nacharbeiten: Reinigen, Transport zurück zu Setzerei, Ablegen der einzelnen Lettern in Satzkasten Satzschiff

Buchstaben: 

Buchstaben Lettern oder Drucktypen genannt Aus Metalllegierung (Blei, Antimon und Zinn) Metallstäbchen von verschiedener Größe mit rechteckiger oder quadratischer Grundfläche, immer dieselbe Höhe Am Kopf das spiegelverkehrte Bild eines Schriftzeichens beim Abdruck ergibt sich ein seitenrichtiges Abbild

Letter (Drucktype): 

Letter (Drucktype) Signatur Vorderseite: Einkerbung, die das schnelle Erkennen der zur gleichen Schrift gehörigen Typen beim Setzen und Ablegen ermöglicht Dickte Breitenmaß einer Drucktype Schriftkegel Schriftgröße des Typenkörpers Schriftgröße Ausdehnung einer Drucktype vom Fuß bis zur Ebene des Schriftbildes

Winkelhacken: 

Winkelhacken Text wird Letter für Letter von links nach rechts in Winkelhacken eingesetzt Winkelrechtes Werkzeug mit verstellbarem Winkelstück, auf Satzbreite eingestellt

Blindmaterial/Reglette: 

Blindmaterial/Reglette Blindmaterial: Füllmaterial ist alles, was nicht gedruckt wird Liegt tiefer als Bild und Schrift Zum Beispiel Ausschuss zwischen Wörtern Ausschuss zwischen Zeilen (Regletten) Stege zur Ausfüllung größerer Flächen Satz ohne Durchschuss (Zeilenabstand) kompresser Satz (sehr leserunfreundlich)

Gutenberg-Bibel: 

Gutenberg-Bibel Krönung von Gutenbergs Druckkunst 42zeilige Bibel, 1282 Seiten 290 verschiedene Drucktypen Farbige Initialien per Hand eingemalt Ca. 150-180 Exemplare wurden gedruckt Heute gibt es noch ca. 48 Stück

Zeilengusssatz: 

Zeilengusssatz Über 400 Jahre keine Veränderung an Grund-technik des Handsatzes Durch wachsende Nachfrage nach Büchern und Zeitungen wurde der Satz zum Engpass Für einen Drucker arbeiteten z.B. 6 Handsetzer Dringende Suche nach Lösungen, Maschinen waren jedoch lange nicht wirtschaftlich

Zeilengusssatz: 

Zeilengusssatz 1884 konstruierte Ottmar Mergenthaler eine funktionsfähige und wirtschaftlich erfolgreiche Setzmaschine 1890 die Simplex-Linotype Satztechnische Revolution in Schnelligkeit und Perfektion des Bleisatzes Maschinensatz der bis Ende des Buchdruckzeit von keiner Neuerung übertroffen wurde

Linotype: 

Linotype Über Tastatur Beförderung einzelne Matrizen (trugen Buchstabenbild vertieft) zu Sammelstelle Dort durch dazwischen geschobene Keile auf richtige Breite gebracht Diese Gießform wird vor Gießmund gebracht und flüssiges Metall hineingespritzt Produkt: jeweils gegossene Typenzeilen aus einem Stück

Fotosatz: 

Fotosatz In den 70iger Jahren kam der Fotosatz Schriftzeichen nicht mehr körperlich vorhanden (Vergl. Bleisatz) Sondern positiv und negativ auf einem lichtempfindlichen Film Im Fotosatz stündlich 35.000 Buchstaben gesetzt

Fotosatz: Systematik: 

Fotosatz: Systematik Mit einer Lichtquelle (1) wurden die auf einem Film (2) abgebildeten Elemente Zeichen für Zeichen auf Lichtempfindliches Trägermaterial (4) belichtet. Linsen (3) ermöglichen eine scharfe Abbildung und die Abbildungsgröße zu beeinflussen

Lichtsatz: Systematik: 

Lichtsatz: Systematik Buchstabenbild nur noch in Form einer Bitmap-Information (Unterschied zur Fotosatz) Mit Hilfe eines Elektronenstrahls auf der Innenseite einer mit einer Phosphorschicht bedeckten Bildröhre werden Lichtpunkte erzeugt Diese Lichtpunkte werden über eine Optik auf Fotomaterial abgebildet

Lichtsatz: 

Lichtsatz Beeinflussung des Elektronenstrahls so möglich, dass Bildlinien enger oder weiter auf- gezeichnet werden. So erhält man auch schmal- und breitlaufende oder schräggestellte Schriften Mit dieser Technik konnten über 100.000 Zeichen pro Stunde gesetzt werden Kontrolle von Filmen

Lichtsatz: Datenmenge: 

Lichtsatz: Datenmenge Je stärker der Letter vergrößert wird, desto stärker fällt die Datenstruktur auf Die erforderliche Datenmenge für eine saubere Darstellung des Letters steigt also mit der Schriftgröße

Electronic-Publishing: 

Electronic-Publishing Ende der 80iger/Anfang der 90iger Jahre setzte sich die moderne Druckvorstufe durch Durch leistungsfähige Computer war es möglich die riesigen Datenmengen ausreichend schnell zu verarbeiten Bearbeitung von Text und Bild gemeinsam auf dem Bildschirm: Electronic Publishing Durchführen von Farbkorrekturen, Festlegung von Bild- und Textgröße, Veränderung des Layout und Vorbereitung Farbauszüge

Vektorformat: 

Vektorformat Der Buchstabe nicht mehr als Einzelinformation in Form von Punkten, sondern als Vektorbeschreibung für die Konturen gespeichert. Die Kontur-Darstellung ist kompakter (weniger Speicherplatz) Flexibler (leichter zu modifizieren)

Desktop-Publishing: 

Desktop-Publishing DTP = Veröffentlichungen vom Schreibtisch aus Eine Datenstation kann mit Scanner und Laserdrucker nahezu gesamte Druckvorstufe abwickeln

Layoutprogramme: 

Layoutprogramme Aufgabe von Satz- bzw. Layoutprogramme: Zusammentragen der Produkte/Infos aus Textverarbeitungsprogrammen z.B. Word Grafikprogrammen z.B. CorelDraw, Adobe Illustrator, FreeHand Bildverarbeitungsprogrammen z.B.Photoshop, Photopaint zusammenzutragen. Können Passkreuze, Kontroll- und Schnittmarken ausgeben Und Separieren und Belichten

Satzprogramme: 

Satzprogramme Die bekanntesten Satzprogramme sind QuarkXPress Adobe PageMaker Adobe InDesign

Computer-to-Technologien: 

Computer-to-Technologien Filmherstellung- und Montage entfällt im Zeitalter der Computer-to-Technologien immer stärker Computer-to-plate (zur Druckplatte) Computer-to-press (zur Druckmaschine) Computer-to-paper (auf den Bedruckstoff) Digitalisierung verkürzt die Produktion eines Printprodukts enorm